Gepflegte Melancholie

Viele Menschen genießen ihre melancholischen Momente und erleben diese als schöpferisch. Aber was genau ist Melancholie und was hat Fotografie mit ihr gemeinsam? Wie lässt sie sich in einer Bildsprache ausdrücken? Ausgehend von zur Melancholie einladenden Werken aus der Musik, Lyrik, Malerei und Fotografie werden wir uns mit dem Geheimnis der Melancholie beschäftigen, um dann zu einem individuellem Verständnis und der Entwicklung eigener Bildern zu finden.
Der Workshop richtet sich an alle, die sich mit dem kreativen Potenzial der Melancholie beschäftigen möchten.

Fotografie ist die Trauer über die vergängliche Zeit und das Bedürfnis, einige Augenblicke festzuhalten - 
es gibt formale Emotionen, hervorgerufen durch Licht oder Form, sentimentale oder sensuelle, 
die durch Menschen ausgelöst werden, und rein intellektuelle. 
Die Fotografie kann sie vereinen und daraus neue schaffen ... 
Fotografie ist unlösbar mit der Zeit verknüpft, die sie festhält, mit der Zeit, die zwischen den Fingern, 
zwischen den Augenblicken zerrinnt, mit der Zeit der Dinge und Menschen,
des Lichts und der Gefühle.
Die Zeit wird nie mehr das sein, was sie war.


Jeanloup Sieff